Willibald und Walburga

Kurz gesagt: Ein englischer Mönch und Pilger aus dem 8. Jahrhundert. Er reiste ins Heilige Land, lebte in Montecassino und wurde von Bonifatius zum ersten Bischof von Eichstätt geweiht.
Die Geschichte des Altmühltals als Pilgerregion beginnt mit einer englischen Familie. Im 8. Jahrhundert kamen die Geschwister Willibald, Wunibald und Walburga im Auftrag des Bonifatius in die Gegend, gemeinsam mit ihrem Verwandten Sola. Die vier gaben dem Ökumenischen Pilgerweg seinen Sinn: Er folgt genau ihren Spuren.
Willibald: ein früher Fernpilger
Willibald brach um das Jahr 722 mit seinem Vater und seinem Bruder von England nach Rom auf. Von dort reiste er weiter ins Heilige Land und gehört damit zu den frühesten bekannten Pilgern aus England. Die Reise dauerte mehrere Jahre. Danach lebte er rund zehn Jahre im Kloster Montecassino.
Über die Reise wissen wir so viel, weil er sie im Alter der Nonne Hugeburc in Heidenheim diktierte. Ihr Text, das Hodoeporicon, gilt als eine der ältesten erhaltenen Reisebeschreibungen eines englischen Pilgers.
Papst Gregor III. schickte Willibald zu Bonifatius, der ihn 741 zum Priester und im Jahr darauf zum ersten Bischof des neuen Bistums Eichstätt weihte. Sein Grab liegt im Dom von Eichstätt. Sein Gedenktag ist der 7. Juli.
Walburga: Äbtissin in Heidenheim
Wunibald gründete in Heidenheim ein Kloster und wurde dort begraben. Nach seinem Tod übernahm Walburga die Leitung des Doppelklosters. Sie starb 779. Um 870 kamen ihre Gebeine nach Eichstätt, wo im 11. Jahrhundert die heutige Abtei entstand.
Wo Sie die Spuren heute finden
Der Ökumenische Pilgerweg verbindet ihre beiden wichtigsten Orte: Eichstätt und Heidenheim. Zwischen den Stationen liegt Sezzi bei Bieswang, ein früherer Treffpunkt der Missionare. Wer Willibalds Weg nachempfinden möchte, sollte an seine eigenen Reisebedingungen denken: keine Herberge mit Dusche, keine Karten und ein Weg über mehrere Jahre.
Häufige Fragen
Wer war der heilige Willibald?
Ein englischer Mönch und Pilger aus dem 8. Jahrhundert. Er reiste ins Heilige Land, lebte in Montecassino und wurde von Bonifatius zum ersten Bischof von Eichstätt geweiht.
Wer war die heilige Walburga?
Willibalds Schwester. Sie leitete das Doppelkloster in Heidenheim am Hahnenkamm und starb 779. Ihre Gebeine liegen heute in Eichstätt.