Die Geschichte des Jakobswegs in fünf Abschnitten

Kurz gesagt: Die Pilgerreisen begannen im 9. Jahrhundert, kurz nach der Entdeckung des Grabs in Santiago.
Der Jakobsweg ist über tausend Jahre alt und war zwischenzeitlich fast vergessen.
Das Grab
Im 9. Jahrhundert wurde in Galicien ein Grab gefunden, das dem Apostel Jakobus zugeschrieben wurde. König Alfons II. soll dorthin gegangen sein, daher gilt der Camino Primitivo als ältester Weg.
Das Mittelalter
Im 11. und 12. Jahrhundert wurde Santiago neben Rom und Jerusalem zu einem der drei großen Ziele der Christenheit. Entlang des Weges entstanden Brücken, Hospize und Kirchen. Der Codex Calixtinus aus dem 12. Jahrhundert enthält eine Art Reiseführer für Pilger.
Der Niedergang
Reformation und Kriege ließen die Zahlen ab dem 16. Jahrhundert stark sinken. Später ging die Wallfahrt fast zu Ende, nur wenige kamen noch.
Die Wiederbelebung
Im 20. Jahrhundert begann das Interesse neu. Der Pfarrer Elías Valiña markierte in den 1980ern die Route mit gelben Pfeilen. 1987 erklärte der Europarat den Weg zur ersten Europäischen Kulturroute, 1993 wurde er UNESCO-Welterbe.
Heute
Inzwischen kommen jedes Jahr Hunderttausende nach Santiago. Viele sind nicht religiös, und das ist kein Widerspruch: Die Motive der Pilger waren immer unterschiedlich. Eine Übersicht aller Routen steht auf der Seite Jakobsweg.
Häufige Fragen
Wann entstand der Jakobsweg?
Die Pilgerreisen begannen im 9. Jahrhundert, kurz nach der Entdeckung des Grabs in Santiago.